Rechtsschutzversicherung – In jeder Situation ein guter Begleiter?

Wenn man hier wirklich von jeder Situation ausgeht, dann müsste man diese Frage verneinen. Denn in jeder Situation greift die Rechtsschutzversicherung nicht. Aber in jeder Situation die mit Rechtsschutz zu tun hat. Das Paket umfasst viele einzelne Faktoren und deckt damit ein großes Spektrum an Möglichkeiten ab. Die am häufigsten auftretende Form, bei der eine Rechtsschutzversicherung genutzt wird sind Autounfälle. Denn besonders hier treten verstärkt Probleme auf. Während bei Unfall selbst noch alles klar scheint, die Schuldfrage offensichtlich ist und auch beide Parteien der gleichen Meinung sind, kann sich das Blatt schnell wenden. Selbst wenn die Polizei vor Ort war und das Szenario dokumentiert hat, so heißt das nicht gleich das man automatisch im Recht ist. Viele Verkehrsunfälle gehen trotz eindeutiger Situation nachträglich vor Gericht. Sobald der eigentlich feststehende Schuldige die Schuld abstreitet und einen anderen Hergang des Szenarios darstellt, kann das schnell zum Thema für andere Versicherungen werden. Nämlich für die eigene. Denn bei nicht klarer Schuldfrage wollen Versicherungen auch nicht zahlen, denn schließlich wäre in einem anderen Fall vielleicht die Versicherung der anderen Partei aufgefordert. Das kann zu erheblichen Problemen führen, nicht nur für die Situation selbst sondern auch für die Nerven der beteiligten Menschen. In diesem Moment würde eine Rechtsschutz greifen. Diese würde sich mit dem Hergang und dem Ablauf der gesamten Situation befassen und auch auf spezielle Fakten eingehen. Auch vor Gericht ist diese Versicherung eine praktische Absicherung der eigenen Person. Das bringt zumindest persönlich erst einmal etwas Ruhe in das Debakel. Zwar ist deswegen nicht gleich der Rechtsstreit vom Tisch. Dennoch kann man etwas beruhigter auf die Situation schauen und wird nicht von ständigen Gedanken geplagt. Man könnte es daher wie eine Art Ruhepol bezeichnen, die den Menschen hilft wieder zu der normalen Situation zurückzukehren und sich um die wesentlichen Dinge zu kümmern.